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Dolle Vita

Die Tatsache, dass ich bereits als kleiner Junge mit dem Schreiben begonnen habe, muss Sie nicht beunruhigen, denn ich habe nicht vor, hier meine Lebensgeschichte zu veröffentlichen. Aber wenn Sie wissen, dass ich die Liebe für das Wort schon entdeckt habe, als noch nicht absehbar war, dass ich irgendwann davon werde leben können, dann verstehen Sie, dass das Schreiben für mich mehr als nur ein Job ist. Es steckt mir sozusagen in den Genen.
Zu verdanken habe ich das Talent meinem Großvater. Der hatte einen in unserer Familie legendären Brief an „Papa Heuss“ geschrieben. Theodor Heuss, Bundespräsident von 1949 bis 1959, war offenbar so beeindruckt, dass er damals höchstpersönlich geantwortet hat. Das schwören jedenfalls die Älteren in meiner Familie.

Nach meinen ersten Kurzgeschichten, die sich hauptsächlich um familiäre Dinge drehten (wir waren eine recht große Familie) begann ich später, für Schülerzeitungen zu schreiben. Irgendwann gründete ich mit meinem Bruder gemeinsam unser Blatt „impuls“, das jedoch eher eine private Angelegenheit blieb. Es folgten weitere Kurzgeschichten, später dann Gedichte und Satiren.

Das erste Geld konnte ich mit freiberuflichen Aufträgen verdienen, die ich neben meinem Hauptjob schrieb. Irgendwann fragte mich mein Auftraggeber, ob ich nicht mehr für ihn schreiben könnte. Beinahe scherzhaft sagte ich ihm, dass er mich doch fest einstellen solle, dann würde ich mein Erzieherdasein beenden und nur noch schreiben.
Gesagt, getan. Und so wurde ich angestellter Redakteur.

Inzwischen arbeite ich in Eigenregie. Und ich werde weiterhin das machen, was ich am besten kann: Schreiben.

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