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Geiler Content: Von sexy bis notgeil

Bild: echtlustig.com

Alle wollen ihn haben, aber längst nicht alle bekommen ihn auch: geilen Content. Doch woran liegt das und was zeichnet guten Content eigentlich aus?

Mirko Lange ist ein neugieriger Mensch, der einen „Aufruf zur Blogparade: “Geiler Content – aber wie geht das?“ gestartet hat. Die Beteiligung ist rege, die Beiträge sind interessant und liefern durchaus … ja, eben geilen Content. Womit wir auch schon bei einem Teil der Antwort sind. Denn guter – oder besser: geiler – Content ist lösungsorientiert. Und er ist konkret. Mirko fragt, Blogger antworten. Eigentlich also ganz einfach, oder? Nein, nein, natürlich nicht!

Die Krux mit der Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierungsagenturen brauchen die Suchmaschinenoptimierung (SEO) wie ein Fisch das Wasser. Das liegt in der Natur der Sache. Leider vernachlässigen viele von ihnen allerdings etwas, das eigentlich ganz oben auf der Prioritätenliste stehen sollte. Sie achten zwar auf die richtigen Keywords, analysieren sie bis ins kleinste Detail und werten präzise aus, wie, wo, wann welche Keywords am ehesten zum Erfolg führen. Doch die Statistik-Spezies sind selten Texter, noch seltener gute Texter. Auf diese Weise entstehen Strategien, die aus SEO-Sicht optimal sein mögen, den Leser aber hilflos, gelangweilt oder sogar ärgerlich zurück lassen. Das mag daran liegen, dass die Suchmaschinenoptimierung eher etwas Technisches ist, wohingegen das Schreiben den kreativen Prozessen zugeordnet wird. Agenturen, die beides unter einen Hut bringen, sind schon mal eine Spur geiler als solche, die das nicht schaffen. Bei der Suche nach einer geeigneten Agentur sollten man also darauf achten, dass sie bei den Texten die nötigen Portion Geilheit mitbringen. Aber woher nehmen und nicht stehlen?

Geile Schreibe, öde Schreibe

Ich bin nicht zum Schreiben gekommen. Das Schreiben ist zu mir gekommen. Schon bevor ich wusste, was ein „Tuwort“ ist, waren mir Buchstaben irgendwie sympathisch, ich begann schon früh, mit ihnen zu hantieren. Dafür bin ich dankbar, auch wenn ich damit leben muss, dass einhergehend mit dieser Fähigkeit die Unfähigkeit verbunden ist, angemessen mit Zahlen zu jonglieren. Man kann wohl nicht alles haben.

Schreiben kann man dennoch lernen, man kann sich Techniken und Fertigkeiten aneignen, um einen Text zu verfassen, der gut lesbar ist. Doch ist der dann auch geil? Eher nicht. Wie gut ein Text ist, hängt auch mit dem Thema zusammen, wobei ein professioneller Texter natürlich flexibel sein muss. Dennoch gibt es Themen, die einem einfach nicht liegen, und man muss schon ein Voll-Profi sein, um denen trotzdem einen geilen Anstrich zu verpassen. Ob eine Schreibe geil oder öde ist, ist natürlich auch von der Zielgruppe abhängig.

Ein Beispiel: Der Content für einen Bestattungsunternehmen dürfte anders sein als der für einen Spielzeugladen. Während im Falle des Spielzeugs die gute Laune im Vordergrund steht, Freizeit, Witz, Originalität und Spaß, geht es beim Bestatter um Einfühlsamkeit, Vorsicht, Trauerbewältigung. Es ist klar, dass beide unterschiedlichen Content brauchen. Beiden gemein aber ist die Notwendigkeit, dass die Zielgruppe sich darin erkennt, wiederfindet und direkt angesprochen fühlt. Der Spielzeugladen hat es da sogar leichter, denn wenn die Produkte stimmen, kann sogar mittelmäßiger Text im besten Fall wenig anrichten. Ein öder Text auf der Seite eines Bestattungsunternehmens dagegen ist gewissermaßen dem Tod geweiht. Geiler Content muss als passen, Emotionen wecken und zum Weiterlesen anregen. Das beginnt bei der Headline.

Die Headline macht’s!

Waren Sie spontan neugierig, als Sie meine Headline gelesen haben? Wollten Sie wissen, was sexy oder notgeil im Zusammenhang mit Content ist? Ich hoffe es, denn die Headline ist der Türöffner für einen Text. Journalisten wissen das nur allzu gut, denn wenn die Headline nicht passt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Artikel nicht gelesen wird, traurig hoch. Andererseits muss die Überschrift zum Artikel passen. Ich muss jetzt also ganz schnell auf die Begriffe „sexy“ und „notgeil“ eingehen. Tue ich das nicht, fehlt dem Leser der Zusammenhang zwischen Headline und Text. Er fühlt sich gewissermaßen betrogen. In meiner Überschrift deute ich an, dass Content sexy sein kann, im folgenden Text habe ich beschrieben, was nötig ist, um einen Text geil werden zu lassen. Ein notgeiler Text dagegen wirkt gewollt, konstruiert (wobei das im positiven Sinne auch auf geiler Texte zutrifft) und irgendwie blutarm. Man liest ihn und spürt das Bemühen, etwas gutes zu verfassen. Doch wenn jemand stets bemüht ist, taugt das als Zeugnis nicht, das wissen wir alle.

In der Hoffnung, dass die Headline nun einigermaßen ausreichend zum Artikel passt, komme ich zum nächsten Punkt.

Bilder, Bilder, Bilder

Natürlich ist Content heute vielmehr als das geschriebene Wort. Content bedeutet auch, mit Bildern und Grafiken zu arbeiten, Videos einzubinden, vielleicht Audios. Seitdem ich beispielsweise für die NachDenkSeiten regelmäßig Artikel vertone, hat sich die Leserschaft vergrößert. Inzwischen hören auch Menschen die Artikel der NachDenkSeiten, die morgens auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn sitzen. Sehbehinderte Menschen profitieren ebenfalls von dem Angebot. Mit anderen Worten: die Zielgruppe konnte vergrößert werden. Guter Content bedeutet also, durch unterschiedliche Formen der Kommunikation mehr Menschen zu erreichen. Je besser man diese verschiedenen Möglichkeiten, seine Botschaft zu transportieren, nutzt, desto geiler wird es.

Wer soll das bezahlen?

Ok, geiler Content entsteht also, wenn professionelle Menschen am Werk sind. Für jemanden, der auf der Suche nach geilem Content ist, stellt sich also die Frage, was solche Profis kosten. Und ob man sie sich überhaupt leisten kann. Geht man allerdings mit einem realistischen Ansatz an die Sache heran, ist die Sache so schwer gar nicht mehr. Wenn man nicht alles auf einmal will, kann man die Kosten spürbar senken. Wer eine komplette Website mit Videos, Audios und geilem Content mal eben aus dem Hut zaubern will, muss schon eine ganze Menge Geld in die Hand nehmen. Aber muss das sein? Nein, man kann auch Schritt für Schritt vorgehen und das eigene Vorhaben dem Budget anpassen. Zunächst einmal geht es um eine zeitgemäße Website, für deren Aufbau man eine Agentur beauftragen sollte. Die selbstgebastelten Websites, die Unternehmen wie 1 & 1 anbieten, mögen nett gemeint sein, sind aber schnell enttarnt. Es folgt ein ansprechender, ein geiler Startseitentext. Dann kommt weiterer Content, bis am Ende Videos und/oder Audios eingebunden werden. Man kann auch mit Agenturen monatliche Budgetgrenzen vereinbaren. Ich selbst habe mit Kunden, die sich als zuverlässig herausgestellt haben, hin und wieder Ratenzahlungen vereinbart. Der Kunde bekommt also die komplette Leistung, zahlt sie aber in den folgenden Monaten über feste Raten. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

In jedem Fall ist geiler Content wichtig. Und den bekommt man nun einmal nur von Profis. Freizeitschreiberlinge mögen ganz nette Texte hinbekommen, vielleicht auch mal einen notgeilen, und wenn es richtig gut läuft, sogar mal geilen Content. Aber verlassen kann man sich darauf nicht. Worauf man sich aber verlassen kann, wenn man schlechten Content verwendet, ist eines: dass die Besucher schnell wieder verschwunden sind.

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